Der moderne Eisenerzbergbau - Die Anfänge


Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg konnte Deutschland die lothringischen Eisenbergwerke nicht mehr nutzen. Auf der Suche nach abbauwürdigen Bodenschätzen erkundeten die Rohstoffbetriebe der Vereinigten Stahlwerke auch die Vorbergzone des Schwarzwalds. Sie bohrten und schürften probeweise in der Schicht kalkhaltiger Doggereisenerze aus dem Braunen Jura. Diese Ablagerungen stammen aus einem vorzeitlichen Meer, das Süddeutschland im Erdmittelalter bedeckte.

Das Erzlager am Kahlenberg war zehn bis elf Meter mächtig. Bei einem durchschnittlichen Eisengehalt von 20 Prozent erwies sich der Abbau als wirtschaftlich lohnend, sodass 1937 ein Bergbaubetrieb entstand.

Das fast fünf Millionen Quadratmeter große Konzessionsgebiet umfasste den Kahlenberg, den Rötelberg und den Niederberg bei Kenzingen. Der größte Teil des Eisenerzes konnte im Tagebau gewonnen werden. Für den im Tagebau unzugänglichen Rest wurden Tiefbaue eingerichtet.