Die MBA Kahlenberg


So viel versprechend wie die vorausgegangenen Pilotversuche verliefen auch die Erfahrungen mit der großtechnischen Versuchsanlage nach dem ZAK-Verfahren. Daher fasste der Zweckverband im Juli 2004 den Entschluss, eine mechanisch-biologische Anlage (MBA) zu bauen, in der 100.000 Tonnen Rest- Hausmüll pro Jahr behandelt werden können.

Diese Abfallmenge entspricht dem gesamten Hausmüllaufkommen im Landkreis Emmendingen und dem Ortenaukreis, dem Verbandsgebiet des ZAK. Wegen ihres Standorts auf der Deponie Kahlenberg sollte diese Anlage den Namen "MBA Kahlenberg" tragen. Im Sommer 2003 lag der Genehmigungsantrag beim Regierungspräsidium Freiburg vor.

Dazu gehörte eine umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfung, die der ZAK freiwillig durchführen ließ.

Die Umweltverträglichkeit der geplanten Anlage wurde in dieser Prüfung bestätigt. Am 9. März 2004 erhielt der ZAK die Genehmigung für den Bau und den Betrieb der MBA Kahlenberg. In den folgenden Monaten wurde das Baufeld für die Anlage hergerichtet und die Außenanlagen und Hallen der einzelnen Verfahrensstufen angelegt. Die erforderliche Verfahrens- und Steuerungstechnik für die Anlieferung, für die vier Stufen des ZAK-Verfahrens und für die Abluftreinigung wurden installiert. Bevor Anfang Mai 2006 der erste Hausabfall in die Anlage gebracht wurde, mussten die biologischen Systeme Vergärung und Prozesswasserreinigung I dafür vorbereitet werden: Im März 2006 wurden deshalb zunächst die drei Vergärungsreaktoren mit knapp 3.000 Kubikmetern Wasser gefüllt. Fast 2.300 Kubikmeter Faulschlamm und Gülle wurden mit Tankfahrzeugen angeliefert.

Sie wurden in die Fermenter gepumpt und impften so den Inhalt der Vergärungsreaktoren an. Mit Belebtschlamm aus einer kommunalen Kläranlage wurde Ende April 2006 die erste Stufe der Prozesswasserreinigung in Betrieb genommen.