Besuchserlebnisse


Das Betriebsgelände des Zweckverbandes Abfallbehandlung Kahlenberg umfasst mit einer Größe von über hundert Hektar fast den gesamten Kahlenberg. An diesem Standort werden Abfälle entsorgt, behandelt und beseitigt. Im Laufe der Jahre hat sich der Kahlenberg sehr eindrucksvoll entwickelt. Wesentliche Veränderungen begannen 1939 mit dem Eisenerzabbau.

Als 1973 die Abfalldeponie öffnete, gingen die Entwicklungen in eine ganz andere Richtung weiter. Später schufen der Bau neuer technischer Anlagen und die fort-
schreitende Renaturierung des Gebiets das vielseitige und interessante Gesamtbild,
das den Kahlenberg heute prägt. Im Rückblick scheinen solche Entwicklungen häufig darauf zu fußen, dass besondere Ideen oder ein weit voraus eilender Blick zum ge-
wünschten Ziel geführt haben. Tatsächlich sind es aber vielfältige Einflüsse, die über lange Zeiträume bestimmen, wie sich ein Standort wie der Kahlenberg entwickelt. Während des Zweiten Weltkriegs bestand ein großer Bedarf an Rohstoffen, besonders
an Eisenerz.

Daraus ergab sich später die Möglichkeit, auf dem verlassenen Bergwerksgelände am Kahlenberg Abfälle abzulagern. Die Mülldeponie und die damit verbundenen Probleme bestimmten die weitere Zukunft des Kahlenbergs: Besonders die dramatischen Geruchsprobleme führten zu Konflikten mit Nachbarn und Bürgern im Umfeld der damaligen Deponie, die entsprechende Veränderungen unausweichlich machten. Zunächst wurden alle technischen Möglichkeiten ausgeschöpft, um die von der Abfalldeponie ausgehenden Belastungen einzudämmen.

Das gesamte Betriebsgelände wurde in die natürliche Umgebung eingegliedert. Der offene Umgang mit den Bürgern und Bürgerorganisationen schuf Vertrauen in die Arbeit des ZAK. Die betroffenen Nachbarn akzeptierten schließlich, dass am Standort Kahlenberg Abfälle abgelagert und behandelt wurden.



Das Konzept der offenen Deponie
Standorte, an denen Abfälle aufbereitet und deponiert werden, sind aus Sicherheitsgründen immer fest eingezäunt und abgesperrt. Damit ist ein Zutritt nur für rein betriebliche Zwecke möglich.

Der ZAK verwirklichte ein einzigartiges Konzept, das den Bürgern der Region freien Zutritt auf das Betriebsgelände gewährt, um sich über die Aktivitäten des ZAK zu informieren und das vielfältige und interessante Areal für die Naherholung nutzen zu können.

Nur einzelne Bereiche, die möglicherweise Gefahren für Kinder darstellen könnten, wurden abgeschirmt, um auch dem Sicherheitsanspruch uneingeschränkt gerecht zu werden.

Die notwendigen Schritte wurden mit der zuständigen Behörde und dem Versicherungsträger abgestimmt. An rund 20 Schautafeln, die alle Besonderheiten und Einrichtungen mit Bildern und leicht verständlichen Texten erklären, können sich die Besucher umfassend informieren. Weitere interessante und anschauliche Informationen erhalten die Besucher durch die Ausstellung restaurierter Maschinen und Geräte, die in früheren Zeiten entsprechend der jeweiligen Entwicklung des Kahlenbergs ihren Dienst leisteten.