Blickpunkt Kahlenberg


Seit mehr als 2000 Jahren steht der Kahlenberg im Blickpunkt der Menschen. Zuerst waren es die Kelten und die Römer, die vorsichtige Blicke auf ihn warfen. Dann kamen Landwirte, Winzer, Bergleute und Naturfreunde, für die der Kahlenberg in den Blickpunkt geriet. Schließlich rückte der Kahlenberg auch in den Blick der Kreisverwaltungen sowie von Bürgerinnen und Bürgern, deren Abfälle zu entsorgen oder zu behandeln waren. Über Jahrhunderte hinweg entstanden hier unterirdische Bergwerksstollen.

Seit den Siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts folgte eine große Abfalldeponie. In den letzten Jahren entwickelten sich weitläufige und sehr interessante Biotope für Pflanzen und Tiere. Seit neuester Zeit ist der Kahlenberg Standort für hochmoderne Technologien der Abfallbehandlung. Ein Naherholungsgebiet mit einem kleinen Tier- gehege erlaubt vom Kahlenberg aus einen herrlichen Blick zum Kaiserstuhl im Süden. Im Westen reicht die Sicht bis zu den Vogesen und im Norden bis nach Straßburg. Diese Ausblicke prägen heute den Kahlenberg als beliebten Anziehungspunkt.

Wo ist am Kahlenberg eine Mülldeponie zu finden?

Eingebettet in die Landschaft, bepflanzt, begrünt, abgedeckt, geschützt, unauffällig mit ein paar Gebäuden versehen, muss der Besucher den Kahlenberg erst einmal gründlich in Augenschein nehmen, um die Spuren einer Abfalldeponie zu entdecken. Moderne technische Anlagen und ansprechend gestaltete Gebäude liegen inmitten der be- eindruckenden Umgebung. Und doch wurde am Kahlenberg über 30 Jahre lang der Müll von mehr als einer halben Million Menschen abgelagert. Verborgen unter dem schönen Landschaftsbild, jetzt unsichtbar für den Blick der Besucher, ruht hier ein über 50 Meter hoher Abfallberg mit einem Volumen von über sechs Millionen Kubikmetern.

Wer ist der ZAK?

Der Zweckverband Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK) ist ein öffentlich-rechtliches Unternehmen mit über 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sein Geschäftssitz und der Betriebsstandort befinden sich auf dem Kahlenberg in Ringsheim. Zwei Landkreise, Emmendingen und der Ortenaukreis, bilden den Zweckverband. Er entsorgt die meisten Abfälle aus seinem Zuständigkeitsbereich und betreibt die Anlagen, in denen sie behandelt und aufbereitet werden. Dadurch steht der ZAK ganz besonders im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Im Jahr 2005 wurde die Abfalleinlagerung am Kahlenberg weitgehend eingestellt und der Deponiebetrieb ist inzwischen ganz in den Hintergrund getreten.

Doch für den ZAK gibt es deshalb keinen Stillstand. Neue Techniken zur Abfallbehandlung wurden entwickelt und haben den ZAK erneut in den Blickpunkt der Region und darüber hinaus der gesamten Fachwelt gerückt. Abfälle werden nun nicht mehr abgelagert,sondern behandelt und verwertet, um wertvolle Rohstoffe zu gewinnen. Mit seiner Neuentwicklung für die mechanisch-biologische Abfallbehandlung (MBA) hat der ZAK neue Arbeitsplätze geschaffen und für einen umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Umgang mit Abfällen gesorgt.

Heute ist der Umgang mit Abfällen ein herausforderndes, entwicklungsträchtiges und sehr veränderliches Aufgabengebiet. Deshalb werden der ZAK mit seinen Innovationen und der Kahlenberg als Betriebsstandort auch in Zukunft im Blickpunkt der Öffentlichkeit bleiben.

Der "Blickpunkt Kahlenberg" gibt einen umfassenden Einblick in die vielseitigen und interessanten Entwicklungen am Kahlenberg. Die Autoren und der ZAK wünschen Ihnen dazu viel Freude beim Lesen.