Asbest und künstliche Mineralfasern





Mineralfaserabfälle sind wie asbesthaltige Abfälle zu behandeln.

Asbesthaltige Nachtspeicheröfen werden auf der Deponie Kahlenberg nicht angenommen. Entsorgungsstellen für asbesthaltige Nachtspeicheröfen finden Sie hier

Asbesthaltige Abfälle

Asbesthaltige Abfälle unterliegen grundsätzlich einem Verwertungsverbot. Dies bedeutet konkret, dass beispielsweise Asbestzementabfälle, die bei Abbruchmaßnahmen demontiert werden, unbedingt einer Beseitigung zugeführt werden müssen. Zudem muss der gewerbliche Umgang mit Asbest vor Beginn der Maßnahmen dem Landratsamt Ortenaukreis mitgeteilt werden.

Asbesthaltige Abfälle werden im Ortenaukreis nur auf der Deponie Kahlenberg in Ringsheim angenommen. Für den Transport asbesthaltiger Abfälle müssen zur Vermeidung von Staubemissionen geschlossene Behältnisse verwendet werden.

1. Anlieferzeit
Mittwoch von 8:00 - 12:30 Uhr und 13:00 - 15.00 Uhr

2. Anlieferbedingungen
Auf Einwegpaletten; wegen Staplerentladung nicht in Containern
Max. Größe: 2,5 x 1,0 x 1,0 m, max. Gewicht: 1,0 t
Entsorgungsnachweis

3. Abfälle mit festgebundenem Asbest
Diese Abfälle sind mit stabilen Polyethylenfolien, stabilen Polyethylensäcken oder "Big-Bags" staubdicht zu verpacken, um das Verfliegen von Asbestfasern auch während des Transportes und beim Einbau in die Mülldeponie zu vermeiden.

4. Abfälle mit schwachgebundenem Asbest
Es ist zu beachten, dass es sich bei Spritzasbest und Asbeststäuben um gefährliche Abfälle und Gefahrgut handelt, deren Entsorgung zwar auf den Kreismülldeponien erfolgt, jedoch speziellen Anforderungen unterliegt. So sind Asbeststäube und schwach gebundener Asbest, wie z.B. Spritzasbest, vor der Ablagerung grundsätzlich zu verfestigen. Eine Anforderung an die Druckfestigkeit, die mindestens der Betonklasse B 10 entspricht, wird empfohlen. Ein einfaches Verpacken vor der Ablagerung oder alternativ eine unqualifizierte Zementbindung für das Schüttgut, wie in der Vergangenheit vielfach praktiziert, reicht nicht aus. Es ist zu beachten, dass auch bei mechanischen Beanspruchungen keine Faserfreisetzung erfolgt.

5. Entsorgungsgebühren
Ortenaukreis: 113.-EUR/t

6. Allgemeines
Materialien, bei denen ein Verdacht besteht, dass sie asbesthaltig sind, müssen wie Asbestabfälle behandelt und angeliefert werden.

Asbestlieferungen sind mit dem Asbesthinweisschild zu kennzeichnen. Derartige Aufkleber sind im einschlägigen Fachhandel zu erhalten.

Grundsätzlich sind die technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS Nr. 519) zu beachten.